Mittwoch, 17. Dezember 2014

Weihnachtspost aus Japan

Ich habe ein Paket aus Japan von meiner Gastfamilie bekommen und habe mich soooo gefreut!!! =D

Weihnachtspost aus Japan

Ich habe lange überlegt, ob ich das Paket schon vor dem 24. auspacken soll, aber da es in Japan weniger um den 24., als um die Weihnachtszeit allgemein geht, habe ich mich dem Land angepasst (und meine Neugier gestillt ;-)). Heraus kam dies:


 Sooo viele tolle Dinge! Allen voran eine wunderschöne Karte mit KIRSCHBLÜTEN!!!! ^.^  さくらが大好き!


Und dann kam ein Onigiri Tellerchen zum Vorschein. Es sieht sooo süß aus! 


Weil meine Gastmama weiß, wie sehr ich Koara no machi mag, gab es einige Packungen, manche Sorten wie Schoko-Banane oder Süßkartoffel kenne ich noch nicht! Es wird bald einen eigenen Eintrag zu Koara no machi geben, wo ich dann auch was zum Geschmack schreibe. ^.^



Und weil Machan auch weiß, wie gern ich japanisch koche, gab es auch leckeres Nori und Sobanudeln! Mjam! =D


Und dann noch süße Schokowaffeln mit Pokémon Design. Da sind kleine Glitzersticker drinnen von Pokémon, die ich zwar nicht kenne (mann bin ich alt geworden), die ich aber auch ganz toll finde. Das erinnert mich daran, dass ich in den Weihnachtsferien dringend mal wieder Pokémon auf dem DS spielen möchte.  ^.^
Die Waffel schmeckt übrigens ein wenig wie Hanuta ohne Nüsse. Auch wenn die auf der Packung zu sehen sind. ;-)


Und dann waren da noch süße Snoopyseifen, Untersetzer mit einem knuffigen Bär, Memosticker in japanischem Design und niedlichen kleinen Briefumschlägen.
Jetzt kann Weihnachten starten! Und zwar unser ganz persönliches deutsch-japanisches Weihnachtsfest. =)

Eure Kirschblütenfee

Montag, 30. Juni 2014

Sightseeing Japan: Hiroshima & Miyajima

Endlich gibt es mal wieder ein Bericht zu meinem Japanaufenthalt. Es ist zwar schon ein Jahr her, aber dadurch, dass ich 4 Monate dort gelebt und gearbeitet habe, habe ich soooo viel erlebt, dass es noch viele Fotos und Geschichten gibt. =) Heute also:

Sightseeing Japan: Hiroshima & Miyajima


Wir sind einen Tag von Kyoto aus mit dem Shinkansen nach Hiroshima und Miyajima gefahren. Das hat wunderbar an einem Tag geklappt und sich wirklich gelohnt.

In Hiroshima sind wir direkt zum Peace Memorial Museum gefahren. Dies ist dem Atombombenabwurf, dessen Folgen und vor allem der Friedensbotschaft gewidmet. Mit der Straßenbahn nur ein paar Stationen vom Bahnhof entfernt. Es war brütend heiß und wir waren froh, als wir im klimatisierten Museum ankamen. Direkt im Eingangsbereich stand eine große Uhr. Die Atomuhr. Sie ist Kunstwerk und Mahnmal zugleich: Das oberste Zahnrad dreht sich umso schneller, je größer die atomare Bedrohung in der Welt ist (wie das berechnet wird, war leider nicht erklärt). Das Zahnrad gaaaaanz unten ist zur Hälfte in Beton eingegossen, also nicht beweglich. Wenn irgendwann die Bewegung ganz unten angekommen ist wird sich die Uhr selbst zerstören.


An der Kasse die Überraschung: Der Eintritt in dieses berühmte Museum kostet 50Yen! Das sind etwa 30cent! Die Dame erklärte uns freundlich, dass dies ein Ort des Friedens sei und diese Botschaft an alle gesendet werden soll. Da darf der Geldbeutel kein Hindernis sein.

Im ersten Saal wurden Videos und Hörspiele abgespielt, um den Tag des Abwurfs zu visualisieren. Zudem gab es eine große Karte von Hiroshima. Der rote Punkt zeigt die Explosion der Atombombe und es standen danach tatsächlich nur noch die Häuser, die man dort sieht. Alles andere war Schutt.


Es gab zahlreiche Exponate. Zum Beispiel eine Uhr, die genau im Moment dieser Tragödie aufhörte zu laufen und eine Schuluniform, die von der Detonation völlig zerschlissen ist. 


Danach kamen mehrere Räume mit den Auswirkungen der Detonationen. Zahlreiche Bilder von Krankheiten und toten Menschen, dazu lebensechte Puppen, denen die Haut schmalz. Es war einfach schrecklich. Ich fühlte mich sehr bedrückt und beobachtete ersatunt wie diverse Familien mit ihren Kleinkindern durch die Ausstellung streiften. Die Kinder tobten nicht, weinten nicht, nein, sie schauten sich all diese Grausamkeiten ganz genau an. Beeindruckend und merkwürdig zugleich. Auf jeden Fall war der Aufbau der Ausstellung genau richtig. Mich hat all dies so aufgewühlt, dass der anschließende Friedensbereich eine viel intensivere Wirkung auf mich hatte.

Man braucht also definitiv ein dickes Fell, aber es lohnt sich wirklich in das Museum zu kommen.

Anschließend sind wir durch den Peace Memorial Park geschlendert und haben dies hier entdeckt:


In all den Glaskästen sind Kraniche aus Papier. Alle Schulklasse, die hier her ins Museum kommen falten vorab Kraniche und schenken sie dann dem Museum. Sie sind ein Zeichen von Hoffnung und Frieden. Auch gibt es in Japan die Legende, dass man einen Wunsch von den Göttern bekommt, wenn man 1000 Kraniche faltet. Sadako Sasaki, ein Atombombenopfer, erkrankte an Leukämie und faltete vergeblich zahlreiche Kraniche, um gegen ihr Schicksal zu kämpfen. Seit dem wurde der Kranich das Symbol für die Friedensbewegung und den Widerstand gegen atomare Bedrohungen. 
Die Kästen sind voller Kraniche, alle von Kindern gefaltet und noch dazu werden die Kästen regelmäßig geleert und neu bestückt, da es so viele sind! Schaut genau hin: Das sind ALLES kleine Kraniche!!!


Ein paar Meter weiter war der Genbaku Dome: Das letzte noch erhaltene Gebäude, das genauso wie es nach dem Atombombenabwurf aussah erhalten wurde.


Nach diesem sehr lehrreichen, aber auch bedrückenden Vormittag und Mittag ging es zurück zum Bahnhof. Dort aßen wir dann noch etwas Typisches aus Hiroshima: Okonomiyaki! 

Es war sooooooo lecker! Ich hatte die Variante mit Udonnudeln und mein Mann die mit Ramennudeln. Beides war toll, aber ich finde meine Variante bis heute noch besser. ^.^


Mit dickem Bauch ging es dann weiter nach Miyajima: Eine kleine vorgelagerte Insel mit einem sehr berühmten buddhistischen Tempel. Dort wo die Fähre ankam gab es erst einmal eine kleine Einkaufsstraße, einen rieeeeeeesigen Holzlöffel und hohe Temperaturen.


Und dann kamen wir beim Tempel an: Einfach wunderschön!!!


Und weil wir noch etwas Zeit hatten sind wir dann hinten noch in einen Wald gelaufen. Und was wir dort entdeckten, war fast noch schöner: Ein ganz kleiner Schrein (Shinto) mitten im Wald. Ich schrieb ja schon früher, dass Shinto Schreine eher meins sind, da sie sich so organisch in die Natur einfügen und immer ganz ruhige, friedliche Orte sind. Auch hier: Wie unberührt. Nur wir waren dort, naja, wir und ein paar Rehe. Unter anderem ein Kitz, das ganz zutraulich war.


Dann haben wir uns noch mitten im Wald verlaufen (wie sollte es auch anders sein, wenn die allerletzte Fähre wartet?) und so haben wir die letzten 10 Minuten im Spring verbracht. Jeder, der mich kennt oder DIESEN Eintrag gelesen hat weiß: Die Kirschblütenfee ist keine Sportskanone! Fix und fertig sind wir gerade noch rechtzeitig auf das Schiff gehüpft und dann müde aber glücklich zurück nach Kyoto gefahren.

Eure Kirschblütenfee


Samstag, 21. Juni 2014

DIY: Pimp my Polly Pocket!

Ich habe auf dem Flohmarkt alte Polly Pockets gefunden und da ich diese in meiner Kindheit wahnsinnig geliebt habe musste ich sie einfach mitnehmen! Zuhause angekommen war dann die Frage: Was tun damit?  Zum Einstauben sind sie ja dann doch zu schade. Na klar: Sie werden aufgemotzt! Und ihr bekommt dazu direkt ein DIY zum Nachmachen! =D

DIY: Pimp my Polly Pocket!

Unter anderem brachte ich ein großes und ein kleines Herz mit. Mir war schnell klar: Das kleine Herz wird zu einer Kette und das größere zu einem Taschenspiegel umfunktioniert. Hier also der Bastelprozess des Taschenspiegels.



Zuerst einmal habe ich das Innenleben herausgeholt. Ganz schön kniffelig, da man ja nichts kaputt machen möchte. Mit einem flachen, scharfen Messer in die Spalte gehen und langsam hebeln und schneiden. Gaaaanz langsam! Und dann weiß man auch wie es hinter dem inneren Plastikteil ausschaut. ^.^


Dann einfach die Papiere entfernen und voilà: Ein leeres Polly Pocket!


Nun habe ich an der Oberseite einen neuen Papierhintergrund eingesetzt: Pinkes Sternchenpapier! Einfach das alte Papierherz als Vorlage nehmen, zuschneiden und dann das neue Herz mit den Plastiknöpseln fixieren. Danach kommt die obere Plastikschale wieder rein (also die Inneneinrichtung). Mit normalem Flüssigkleber fixieren. Und weil es irgendwie noch zu normal aussieht: Sahne, Schokosoße (beides 100Yen Shop aus Japan), Glitzersteine. Wir sind hier schließlich bei "Pimp my Polly Pocket"! Da braucht man Bling-Bling...


Unten rein kommt ein Spiegel. Ich habe eeeeeeeeeeeeeewig gesucht, bis ich einen passenden gefunden habe! Dieser hier ist von Kaufland. Ich habe ihn aus einem fertigen Taschenklappspiegel herausgehebelt.
Ganz viel Sahne drunter und drauf (Silikon) und noch mehr Bling-Bling.


Und fertig ist das gute Stück: 
Ein Tachenspiegel, den sonst NIEMAND hat! Und Kindheiterinnerungen weckt er auch noch... ^.^


Geschlossen sieht es immer noch so aus wie vorher. Das soll auch so sein. Denn die Überraschung ist so noch größer beim Öffnen. =D

Und hier noch das Ergebnis meiner Polly Pocket Kette:

Und wenn man genau hinschaut: Die Einrichtung des Kettenherzes ist asiatisch! Es gibt eine Teekanne, ein Futonbett un vor dem Fenster Kirschblüten!!!!! Ich liebe es! 

Wie findet ihr meinen Pimp my Polly Pocket Versuch?
Habt ihr damals auch Polly Pockets gesammelt?


Eure Kirschblütenfee

Samstag, 17. Mai 2014

IWAKO Radierer sind da!!!

Lange hat es gedauert und mehrere Stunden Zoll-Warteschlange mussten sein ("Ein Paket voller niedlicher Radiergummis hatte ich auch noch nicht!"), aber nun ist es soweit:

IWAKO Radierer sind da!!!

Nachdem ich die kleinen Puzzleradierer in Japan kennen und lieben gelernt habe, habe ich alles in Gang gesetzt, dass ich sie auch an euch weitergeben darf. 

Du kennst IWAKO nicht? Hier sieht man genau, wo meine kleinen Radierer herkommen:

Nun ist es so weit gewesen. Ein großes Paket aus Japan ist angekommen.
 
Es war wie an Weihnachten! Sooo viele tolle Sachen!

 
Und die einzelnen Tütchen waren alle sowas von akkurat gepackt! Einfach toll und mal wieder typisch japanisch ordentlich. ^.^


Und weil ich mich wie an Weihnachten gefühlt habe, habe ich auch mal alles wie bei der Bescherung aufgebaut! Unser Kater Takeshi war auch hoch interessiert...


Dann habe ich alle abfotografiert (*puh*). Hier nur ein paar Beispiele:


Ich freue mich sehr euch alle die tollen Radierer präsentieren zu können. Sie sind super zum Sammeln, Tauschen, Dekorieren und Liebhaben. ^.^

Hier findet ihr sie im KirschblütenWunderland:

Kennst du IWAKO Radiergummis?
Und welches ist dein Lieblingsradierer???

Eure Kirschblütenfee